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Begriffe & Namen*

Weißwasser
  • Weißwasser bezeichnet eine Erscheinungsform tropischen Wassers, das aufgrund mineralischer Schwebestoffe sehr trüb ist und weißlich schlammig aussieht. Die eigentlich hellbraune Färbung scheint nur bei Schrägansicht weiß. Weißwasser entsteht in Gebieten, in denen verstärkte Erosion stattfindet. Dort spülen Niederschläge grosse Mengen feinen Materials in die Flüsse, die es weiter tragen und nur teilweise ablagern. Wegen der relativ hohen Materialfracht ist Weißwasser chemisch fast neutral bis schwach sauer und verfügt über einen für tropische Gewässer relativ hohen Leitwert. Trotz der hohen Schlammfracht sind die Lebensbedingungen hier lebensfreundlicher als in Schwarzwassergebieten, hier findet man wesentlich mehr Schnecken und Insektenlarven, auch die Fische sind zahl- und artenreicher. Allerdings ist das Wachstum von Pflanzen, Blaualgen und Bakterien (Primärproduktion) trotz des hohen Nährstoffgehalts gering, da durch den hohen Schwebstoffanteil nur wenig Licht einfällt. Weißwasserflüsse gehören neben Schwarz- und Klarwasserflüssen zu den drei in den Tropen dominierenden Flusstypen. Bekannte Weißwasserflüsse in Südamerika sind neben dem Rio Amazonas auch der Rio Demini und der Rio Culaba. Die in diesen Gewässern enthaltenen Trübstoffe, stammen aus dem Bergland der Anden, wo die Weißwasserflüsse ihren Ursprung nehmen.
WF
  • Die Abkürzung WF steht in der Tierhaltung für Wildfänge. Als Wildfang werden Tiere bezeichnet, die der Natur entnommen wurden und nicht aus Nachzuchten stammen. Sie sind in der Regel empfindlicher in Pflege und Haltung, als sogenannte Nachzuchten. Wildfänge werden auf Herkunftsbescheinigungen mit WF gefolgt vom Jahr der Gefangennahme gekennzeichnet, z.B. WF07.
Wirbellose
  • Als Wirbellose werden alle Tiere bezeichnet, die anders als die Wirbeltiere keine Wirbelsäule haben. Aquaristisch sind sie vor allem im Seewasser präsent, auch wenn sie im Süsswasser derzeit stark an Popularität gewinnen. Unter den aquaristisch bedeutenden Wirbellosen im Seewasser sind die Korallen und Anemonen, Krebstiere, Schnecken und Tintenfische zu nennen. Im Süsswasser sind vor allem Garnelen populär, aber auch Krebse, Krabben und Schnecken. Wirbellose bilden keine einheitliche oder natürliche Verwandtschaftsgruppe, sondern wurden aufgrund des Fehlens der Wirbelsäule zusammengefasst. Früher verwendete man für sie auch den Begriff „Niedere Tiere“, was aber der Komplexität und den Fähigkeiten einiger Wirbelloser nicht entspricht.
Wirbeltiere
  • Als Wirbeltiere werden alle Tiere bezeichnet, die über eine Wirbelsäule verfügen. Hierzu gehören die Neunaugen, Schleimaale, Knochen- und Knorpelfische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Alle Wirbeltiere gehören in den Stamm Chordata und stehen dort im Unterstamm Vertebrata. Die Chordaten sind fossil seit dem Präkambrium (Ediacarum) bekannt und stellen heute etwa 58000 Wirbeltierarten, mehr als die Hälfte davon sind Fische.
Wodkafilter
  • Als Wodkafilter werden Nitratfilter (Denitrifikationsfilter) bezeichnet, die Alkohol in Form von Wodka als Kohlenstoffquelle verwenden. Unter sauerstoffarmen Bedingungen mit anaeroben Wasser sind einige Bakterien in der Lage, Nitrat zu reduzieren. Damit der Filter sauerstofffrei wird, muß das Wasser möglichst lange im Filter verweilen. Um dies zu erreichen wird der Wodkafilter nur sehr langsam vom Aquarienwasser durchströmt. Die dann ablaufenden Reduktionsvorgänge machen die Zuführung von Kohlenstoff nötig. Hierzu wird meist Kohle, Methylalkohol oder in diesem Fall Wodka zugeführt. Die Dosierung des Kohlenstoffs muss dabei sehr exakt erfolgen (Redoxüberwachung), da eine Überdosierung zu Sauerstoffmangel im Aquarium führen kann.

* Im Aquarium-Guide Lexikon finden Sie eine Auswahl von Begriffen und Namen, die allesamt mit der Aquaristik zu tun haben.
  Allerdings werden hier keine Fisch- und Pflanzenarten vorgestellt, sondern ausschließlich Fachbegriffe.
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